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Zehn Fragen zu den Grundlagen japanischer Klingen: Klingentei (Hamon, Jigane, Nakago, Habaki, Kissaki), Längeneinteilung (Tachi/Uchigatana/Wakizashi/Tantō), Shirasaya vs. Koshirae, Tamahagane und Tatara-Eisenherstellung sowie die NBTHK-Authentifizierungsgrade.
Der Tantō ist definiert als eine Klinge unter 1 Shaku (~30,3 cm) und bildet damit die kürzeste Kategorie japanischer Klingen. Der Wakizashi reicht von 1 bis 2 Shaku; Uchigatana/Katana ist 2 Shaku oder länger; Tachi sind typischerweise etwa 2,5 Shaku lang. (Quelle: Touken World, 'Types of Japanese Swords')
Der Tachi wird mit der Schneidekante nach unten, von einem Gürtel hängend getragen — eine Methode namens 'Haku'. Im Gegensatz dazu wird die Uchigatana/Katana der Edo-Zeit mit der Schneidekante nach oben durch den Obi gesteckt ('Sasu'). Dieser Unterschied spiegelt sich auch darin wider, wo die Mei (Signatur des Schmieds) eingraviert ist: auf der äußeren (佩表) Fläche des Tachi. (Quelle: Touken World)
Hamon wird zunächst in zwei Hauptkategorien eingeteilt: 'Suguha' (gerade Härtungslinie) und 'Midare-ba' (unregelmäßige/wellenförmige Härtungslinie). Midare-ba umfasst Untertypen wie Chōji, Gunome und Notare. 'Nie' und 'Nioi' beziehen sich auf die kristallinen Partikel, die das Hamon bilden, nicht auf Klassifizierungskategorien. (Quelle: Nagoya Token Hakubutsukan)
Das Nakago ist der Wurzelteil der Klinge, der in den Griff (Tsuka) passt, und dort, wo der Schmied die Mei (Signatur), das Datum und die Herkunft eingraviert. Das Mekugi-ana (Stiftloch) wird auch durch das Nakago gebohrt, um es im Griff zu verankern. Das Nakago und seine Inschrift sind entscheidende Beweise bei der Klingenauthentifizierung. (Quelle: Nagoya Token Hakubutsukan)
Das Habaki ist ein Metallkragen, der zwischen der Klinge und der Öffnung der Scheide (Koiguchi) passt. Es verhindert, dass die Klinge unbeabsichtigt herausrutscht, und verhindert auch, dass die Klinge das Innere der Scheide berührt. Es gilt als die wichtigste Komponente unter den Klingenbeschlägen. (Quelle: Nagoya Token Hakubutsukan)
Shirasaya, auch 'Yasume-zaya' (Ruhe-Scheide) genannt, wird aus einfachem Honoki (Magnolie) Holz ohne Lack hergestellt. Seine Atmungsaktivität macht es ideal für die Langzeitlagerung von Klingen ohne Rost. Im Gegensatz dazu ist Koshirae die dekorative Montageanordnung (Tsuba, Griffwicklung, lackierte Saya), die zum Tragen und Ausstellen verwendet wird — ihre lackierte luftdichte Oberfläche macht sie für die Langzeitlagerung ungeeignet. (Quelle: NBSK 'Shirasaya and Koshirae')
Tamahagane wird aus 'Masa-satetsu' (Eisensand) unter Verwendung des traditionellen japanischen Tatara-Eisenherstellungsprozesses hergestellt, der mit Holzkohle betrieben wird. Aus etwa 10 Tonnen Eisensand werden nur etwa 900 kg hochwertiges Tamahagane gewonnen. Heute erhält die NBTHK diese Tradition durch die 'Nittohō Tatara'-Anlage in der Präfektur Shimane. (Quelle: Touken World 'History of Tatara Iron-making')
Die aktuellen Authentifizierungsgrade der NBTHK (seit September 1982), vom niedrigsten zum höchsten, sind: Hozon → Tokubetsu Hozon → Jūyō Tōken → Tokubetsu Jūyō Tōken. Die höchste Stufe (Tokubetsu Jūyō) wird nur alle zwei Jahre untersucht; ab 2021 hatten nur 1.143 Klingen dies erreicht. Beachten Sie, dass 'Kichō' und 'Tokubetsu Kichō' zum eingestellten Pre-1982-System gehören. (Quelle: NBTHK official 'Flow of Examination')
Die Kissaki ist die spitze Spitze der Klinge, speziell der Abschnitt jenseits der Yokote (horizontale Gratumlinie). Sie wird nach Größe und Form klassifiziert: Ko-kissaki (klein), Chū-kissaki (mittel), Ō-kissaki (groß) und Ikubi-kissaki (kurzer Eber-Nacken-Typ). Es ist einer der am höchsten geschätzten Teile einer Klinge aus künstlerischer Sicht und spiegelt die Ära und Schule des Schmieds wider. (Quelle: Touken World 'Kissaki')
Jigane bezieht sich auf die Oberflächenstahlstruktur (Hada), die auf der flachen Oberseite der Klinge (Ji), unterhalb des Hamon, sichtbar ist. Das Faltenmuster, das durch wiederholtes Schmieden entsteht, erzeugt Texturen, die als Itame (Holzmaserung), Masame (Geradmaserung), Mokume (Wurzelmuster) und andere klassifiziert werden. Jigane-Charakteristiken sind Schlüsselindikatoren für die Schule, Region und Ära einer Klinge. (Quelle: Hyogo Prefectural Museum of History)