* Bild nur zu Illustrationszwecken.Odachi, unsigniert, Bungo Tomoyuki zugeschrieben
大太刀 無銘 伝豊後友行
Auch bekannt als: Odachi zugeschrieben Bungo Tomoyuki, Nationalschatz mit 180-cm-Klinge, Oyamazumi-Schrein, Omori Hikoshichi
Beschreibung
Dieses unsignierte Großschwert (odachi/nodachi) wird dem Schmied Bungo Tomoyuki zugeschrieben, der während der Nanbokucho-Periode in der Provinz Bungo (modernes Oita-Präfektur) tätig war und als einer der führenden Meister der Kyushu-Schmiedetradition in Erinnerung bleibt. Bestätigte signierte Werke von Tomoyuki sind äußerst selten, doch war er für seine Fähigkeit zur Schmiedung großer, kraftvoller Klingen von außergewöhnlicher Qualität bekannt.
Mit einer Gesamtlänge von 275 cm und einer Klinge von 180 cm - unter den größten erhaltenen japanischen Schwertern - verkörpert diese Klinge den "Großschwert"-Stil (nodachi), der während der gewalttätigen Bürgerkriege des 14. Jahrhunderts florierte. Solch enorme Klingen wurden von berittenen Kriegern geführt und waren auch als Votivopfer an Kriegerschreine sehr geschätzt.
Die legendäre Verbindung des Schwertes führt zum Krieger Omori Hikoshichi, ein Samurai der Provinz Iyo (modernes Ehime), der auf der Seite von Ashikaga Takauji in der Schlacht von Minatogawa 1336 kämpfte, wo Kusunoki Masashige besiegt und getötet wurde. 1470 (Bunmei 2) spendete Hikoshichis Enkel Omori Naoharu diese Klinge zusammen mit ihrer ursprünglichen nodachi-Montierung dem Oyamazumi-Schrein, zusammen mit einer Reisfeldstiftung.
Der Stahl zeigt großkörniges fließendes itame, das hamon ist ko-midare mit gunome-Elementen und einer charakteristischen bo-hi-Rille. Trotz seiner außerordentlichen Größe behält die Klinge strukturelle Integrität und ausgewogene Form - ein Beweis für die technischen Leistungen der Schmiede der Nanbokucho-Periode.
1901 als Wichtiges Kulturgut ausgewiesen und am 8. Februar 1958 zum Nationalschatz ernannt. Die erhaltene ursprüngliche nodachi-Montierung (koshirae) ist ebenfalls als Wichtiges Kulturgut ausgewiesen - was dies zu einem der äußerst seltenen Fälle macht, in denen ein Großschwert und seine ursprüngliche Montierung über 600 Jahre hinweg zusammen erhalten blieben.
Legenden & Geschichten
Traditionell dem Krieger Omori Hikoshichi zugeschrieben, der in der Schlacht von Minatogawa (1336) kämpfte, und dem Oyamazumi-Schrein von seinen Nachkommen gewidmet. Mit einer Klinge von 180 cm gilt es als eines der hervorragendsten Exemplare der Großschwert-Tradition, die aus den Nanbokucho-Bürgerkriegen hervorging.