* Bild nur zu Illustrationszwecken.Katsuren Castle
勝連城
Katsuren Castle is a historic castle in Okinawa dating from the Gusuku-Ära bis Ryukyu-Königreichs-Einigungsperiode (12.–15. Jahrhundert, Aufgabe der Burg 1458), whose lord was Katsuren Aji (Amamawari war der letzte Burgherr) → Königshof von Ryukyu.
Überblick
Katsuren-Burg ist ein Gusuku (eine ryukische Befestigung), erbaut auf einem Hügelland nahe der Basis der Chinen-Halbinsel in Zentralokinawa in der Stadt Uruma (früher Yonashiro und Katsuren-Gemeinden). Sie wurde 2000 als Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte „Gusuku-Stätten und zugehörige Denkmäler des Königreichs Ryukyu" registriert und ist eines der repräsentativsten Kulturdenkmäler Okinawas. Ein Gusuku ist eine charakteristische ryukische Befestigungsform, gekennzeichnet durch geschwungene Steinmauern, die gekonnt aus natürlichem Felskörper und Korallenkalkkstein errichtet sind und mehrere Befestigungswerke (Kuruwá) aufweisen. Das Gründungsdatum der Katsuren-Burg ist Gegenstand verschiedener Theorien, doch wird es gewöhnlich um das 12. Jahrhundert angesetzt, als sie ursprünglich als Residenz des Katsuren Aji (Lokalherr) diente. Die Burg besteht aus vier gestaffelt angeordneten Befestigungswerken (erstes bis viertes), die auf einer Anhöhe mit herrlichem Ausblick auf den Pazifischen Ozean, die Nakijin-Bucht und die Chinen-Halbinsel liegen. Die Steinmauern erreichen eine maximale Höhe von 13 Metern, wobei Korallenkalkkstein-Blöcke in der Nozura-Zumi-Technik gestapelt sind und elegante geschwungene Linien bilden. Der letzte und berühmteste Herr der Katsuren-Burg war Amamawari (?–1458). Bekannt für seine außergewöhnliche Führungsfähigkeit und kriegerische Tüchtigkeit, vereinigte Amamawari die benachbarten Aji und führte Katsuren zu seinem Wohlstandsgipfel. Er trieb aktiv den Handel mit China und Südostasien voran und sammelte Fremdgüter wie Keramik, Gewürze und Metallwaren an. Ausgrabungen haben zahlreiche Keramiken aus chinesischen Manufakturen wie Jingdezhen und Longquan, Kupfermünzen und Bronzeartefakte zutage gefördert, was die Rolle der Katsuren-Burg als großes Zentrum des Außenhandels in Ryukyu belegt. 1458 (Chōroku 2) rebellierte Amamawari gegen die ryukische Königsregierung, wurde aber von den königlichen Streitkräften aus der Shuri-Burg besiegt, und die Katsuren-Burg fiel. Danach kam die Burg unter königliche Kontrolle und verfiel allmählich. Nach Vermessungs- und Restaurierungsarbeiten seit der Meiji-Zeit sind die Burgruinen nun als historischer Ort unter der Verwaltung der Stadt Uruma der Öffentlichkeit zugänglich. Ausgrabungen werden bis heute fortgesetzt, wobei ständig neue Artefakte und Strukturen entdeckt werden. Eine 2019 durchgeführte Ausgrabung förderte ein Metallfragment zutage, das vermutlich eine westliche Münze ist, und zog internationale Aufmerksamkeit als Beleg für indirekte Handelsnetzwerke zwischen dem Ryukyu des 15.–16. Jahrhunderts und der westlichen und nahöstlichen Welt auf sich. Was Schwerter betrifft, wurden unter den Burgartefakten Eisenklingenfragmente gefunden, die sowohl die Waffenausstattung der Aji als auch Schwerter als Handelsgüter bestätigen. In Amamawaris Ära strömten Schwerter aus China und Japan als Handelsgüter in die Katsuren-Burg ein und funktionierten als Symbole der Autorität der Aji.
Verbindung zu Schwertern
Während der Amamawari-Ära strömten Schwerter aus China und Japan als Handelsgüter in die Burg Katsuren und wurden als Symbole der Autorität des aji hochgeschätzt. Bei archäologischen Ausgrabungen zutage gekommene Eisenwaren enthalten auch Schwertfragmente und sind somit wertvolle Belege für die Übernahme der Schwertkultur in Ryukyu. Nach der Ryukyu-Einigung 1429 beschaffte die königliche Regierung von Shuri eifrig überlegene Schwerter vom japanischen Festland; es sind jedoch keine Schwertschmiede in Ryukyu bekannt, die japanische Schwertklinge schmiedeten. Stattdessen wurden japanisch geschmiedete Klingen, die über Satsuma und andere Routen importiert wurden, mit charakteristischen Ryukyu-Beschlägen (Scheide, Griff usw.) versehen und wurden als "Ryukyu-Schwerter" bekannt. Die Burg Katsuren und ihre Umgebung könnten ebenfalls von dieser Schwertkultur beeinflusst worden sein.
Sehenswürdigkeiten
- Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes 'Gusuku-Burgen des Ryukyu-Königreichs'
- Schauplatz von Amawaras Handelswohlstand und Rebellion
- Geschwungene Schönheit der Korallenkalksteinmauern und Nozura-zumi-Burgwalle
- Hochplateau mit atemberaubender Aussicht auf den Pazifik und die Bucht von Nakashiro
- 2019 ausgegrabenes münzähnliches Metallfragment aus dem Westen
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